Herbstakademie des JSDR e.V. am 29.10. – 05.11.2017 in Düsseldorf

Herbsakademie3Ende Oktober fand in Düsseldorf die traditionelle Herbsakademie für Mitglieder des JSDR e.V. und ihre Partner aus der Russischen Föderation statt. Hier lesen Sie den Bericht einer Teilnehmerin der Akademie vom JSDR-NRW e.V.:

„Die Herbstakademie fand vom 29.10. – 05.11.2017 in Düsseldorf statt. Durch die Akademie konnten wir einen besseren Einblick in das Geschehen des JSDR e.V. bekommen und hatten die Möglichkeit uns persönlich weiter zu entwickeln.

Wir waren insgesamt 25 Teilnehmer im Alter von  13-27 Jahren. Außer Mitglieder des JSDR e.V. nahmen an der Akademie auch Vertreter der Jugendoranisation der Russladdeutschen aus Omsker Gebiet „Duzfreund“ teil.

Herbsakademie1Der erste Tag begann um 18 Uhr im Hotel Rubin, zuerst bekamen wir unsere Zimmer, haben zu Abend gegessen und im Anschluss ein paar Spiele gespielt, um uns besser kennenzulernen. In den darauffolgenden Tagen haben wir uns ausführlich mit der Arbeit in Gruppen auseinandergesetzt.  Wir hatten einige Workshops und Gruppenarbeiten in denen uns Julia Iwakin (Bundesvorsitzende des JSDR e.V.), Natalie Iordan und Zhanna Tashmetova (beide aus Omsk) vor Aufgaben und Herausforderungen zur Gruppendynamik gestellt haben, die wir gemeinsam lösen sollten. Manchmal wurden wir auch in kleinere Gruppen aufgeteilt, andere Male bekamen wir Handicaps und sollten lernen damit umzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Wir haben unsere Teamarbeit und den Umgang mit anderen Menschen stark verbessert. Dadurch haben wir uns alle besser kennengelernt und auch neue Freunde gefunden.

Herbstakademie2Eine weitere Problematik war das Sprachliche, es gab Menschen aus Russland, die kein Deutsch sprechen und verstehen konnten und andersrum – aus Deutschland – genauso. Wir haben darauf geachtet, dass wir alles Übersetzten oder versucht uns mit Handzeichen zu verständigen. Das war zwar nicht immer leicht, aber insgesamt haben wir dadurch unsere Sprachkenntnisse erweitert. In den letzten Tagen haben wir uns zusammen mit unseren Gästen aus Russland die Düsseldorfer Innenstadt angeschaut. Wir waren zum Beispiel an der Königsallee, einer bekannten Einkaufsstraße Düsseldorfs spazieren oder haben eine Quest  (vorbereitet von Zhanna Taschmetova und Julia Iwakin) durch die Altstadt gemacht, wo wir auf den Straßen verschiedene Aufgaben erledigen und Aktionen durchführen müssen, auch mit Passanten. Das war sehr spannend und lustig. Einige Ergebnisse haben wir in Sozialnetzwerken gepostet.

Die ganze Woche über haben wir daran gearbeitet ein Theaterstück auf die Beine zu stellen, erstrecht in den letzten Tagen beschäftigten wir uns intensiv mit dem Schauspielern und haben viel geübt. In der diesjährigen Akademie haben wir ein Teil eines interessanten und berührenden Theaterstücks namens „Die Zugvögel“ von Ehepaar Warkentin (Russladdeutsches Theater Niederstetten) aufgeführt. Es ging um die Geschichte einer Russlanddeutschen Familie, ihre Reise nach Russland und das ständige Gefühl fremd zu sein. Viacheslav Rodikov aus Moskau hat versucht uns die Emotionen und die Geschichte hinter den Russlanddeutschen näher zu bringen, so dass wir uns gut in die Rollen hineinversetzten konnten. Das war für uns alle eine neue und spannende Erfahrung, da die meisten von uns noch nie geschauspielert haben. Am letzten Tag wollten wir alle nicht nach Hause, da wir als Team gut zusammengewachsen sind und sich keiner von alten oder neuen Freunden verabschieden wollte. Auch wenn es mal anstrengend war, hatten wir Spaß und jeder von uns hat etwas für sich persönlich aus der Akademie mitgenommen und dazugelernt.“

Isabel Keller, Essen