28. August: 76. Jahrestag der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion

Bild: Viktor Hurr
Bild: Viktor Hurr

76. Jahrestag: Deportation der Russlanddeutschen

Heute, am 28. August, vor 76 Jahren wurden unsere Groß- und Urgroßeltern gegen ihren Willen und mit
Gewalt aus ihren Siedlungsgebieten an der Wolga nach Sibirien und Zentralasien verschleppt.
Aber auch diejenigen Russlanddeutschen, die 1941 in anderen Regionen der Sowjetunion
gelebt haben, sind dem tragischen Schicksal aller Russlanddeutschen nicht entgangen.
Auch die Zwangsarbeit in den sowjetischen Arbeitslagern (Trudarmee) wurde mit der
Unterstellung begründet, sie würden mit dem Nazi-Regime Deutschlands zusammenarbeiten.
So haben sowohl das gemeinsam erfahrene Leid und Unrecht als auch die soziale und
rechtliche Diskriminierung in der Sowjetunion der Nachkriegszeit die Identität der
Russlanddeutschen stark geprägt.
Dem JSDR e.V. ist wichtig, dass die Geschichte der Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion nicht vergessen wird.
Im Jahr 2011, zum 70. Jahrestag der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion haben wir ein Projekt durchgeführt, in dem wir Zeitzeugen der Deportation in den von uns aufgenommenen Videos zu Wort kommen ließen.Die Interviews, sowie die bewegende Präsentation, die im Rahmen der Konferenz des damaligen Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten
Dr. Christoph Bergner, entstanden ist, können Sie sich auf der Seite „Zeitzeugen der Deportation“ bei facebook anschauen.

Am 28. August gedenken wir der Opfer der Deportation der Russlanddeutschen. Wir erinnern an viele persönliche Schicksale, die Opfer des Deutsch-Sowjetischen Krieges und des Stalin-Regimes wurden.
Lesen Sie hier einen früheren Beitrag des JSDR e.V. zum Thema Deportation der Russlanddeutschen.