Allgemein,  Im Alltag sprechen, begegnen und teilhaben

Im Alltag sprechen, begegnen und teilhaben

Neues Projekt gestartet!

Ein neues Projekt des JSDR e.V. im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“, gefördert durch das Bundesministerium des Innern

Projektname: „Im Alltag sprechen, begegnen und teilhaben“
Projektort: Jena (Thüringen)

Projektdauer: 2026 – 2028
Projektträger: Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland e.V. (JSDR e.V.)

Das Projekt „Im Alltag sprechen, begegnen und teilhaben“ ist ein praxisorientiertes Integrations- und Begegnungsangebot für Frauen mit Migrationsgeschichte in Jena. Die Zielgruppe umfasst insbesondere geflüchtete Frauen aus der Ukraine, Spätaussiedlerinnen sowie Migrantinnen aus Russland und anderen Ländern, die seit 2022 in Thüringen leben. Ergänzend werden Studierende aus Jena, weitere engagierte Einwohner*innen ohne Migrationserfahrung sowie bereits länger in Deutschland lebende Migrant*innen als Sprach- und Integrationsbegleiter*innen eingebunden.

Das Projekt ergänzt bestehende Integrationskurse, indem es einen geschützten und alltagsnahen Rahmen bietet, in dem die Teilnehmerinnen ihre im Kurs erworbenen Deutschkenntnisse aktiv anwenden und vertiefen können. In regelmäßigen Treffen außerhalb des klassischen Kursformats stehen mündliche Sprachpraxis, Umgangssprache, Orientierung im Alltag sowie sozialer Austausch im Mittelpunkt. Die Treffen kombinieren Gesprächsrunden, thematische Workshops, Exkursionen zu lokalen Einrichtungen sowie Begegnungen mit engagierten Menschen aus der Stadt.

Viele Teilnehmerinnen verfügen über gute schriftliche Sprachkenntnisse, fühlen sich jedoch unsicher im Sprechen und im alltäglichen Kontakt mit deutschsprachigen Personen. Gleichzeitig erleben sie häufig soziale Isolation und Orientierungslosigkeit im neuen Lebensumfeld. Genau hier setzt das Projekt an: Es stärkt die sprachliche Handlungssicherheit, fördert das Selbstvertrauen und unterstützt den Aufbau sozialer Netzwerke. Durch kultursensible Ansätze und die Nutzung gemeinsamer Herkunftssprachen entsteht ein vertrauensvoller Rahmen, der insbesondere Frauen den Zugang erleichtert.

Langfristig zielt das Projekt darauf ab, gesellschaftliche Teilhabe, ehrenamtliches Engagement und Selbstorganisation zu fördern.

Für das Projekt konnten wir einen Integrationskursträger als Partner gewinnen: Die IWM – Gesellschaft für Internationale Wirtschaftsförderung und Management hat bereits in anderen Projekten in Thüringen mit dem JSDR e.V. zusammengearbeitet. Im Projekt in Jena bietet sie informationelle Unterstützung und stellt ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. Auch der Verein „Zusammen – Leben – Gestalten e.V.“ konnte als Partner gewonnen werden, und wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit.